Sehr geehrte Damen und Herren,
ich darf Sie alle hier vor der Kulturscheune in Eichenzell zum
40- jährigen Bestehen des Ortsvereins Eichenzell des Deutschen-Roten-Kreuzes begrüßen.
Ich möchte mich als erstes bei unseren Pfarrern Herrn Dirk Krenzer und Herrn Edwin Röder bedanken, dass sie die Fahrzeugweihe so wunderbar gestaltet haben.
Begrüßen möchte ich ganz besonders unseren Bürgermeister Herrn Dieter Kolb, den Vorsitzenden des Kreisverbandes Fulda, Herrn Prof. Dr. Martin Hessmann, den Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Herrn Christoph Schwab, den Ortsvorsteher Herrn Gerhard Dehler. Des weiteren freue ich mich viele Vertreter der örtlichen Vereine begrüßen zu dürfen, sowie Vertreter anderer DRK-Ortsvereine, der Malteser Kerzell und der örtlichen Feuerwehr. Begrüßen möchte ich auch die anwesenden Sponsoren, die uns die Finanzierung unseres neuen PKW erleichtert haben.
Lassen Sie mich an dieser Stelle eine kurze Chronik unseres Vereines vortragen.
Am 01.05.1967 wurde in Eichenzell eine Selbstschutzgruppe gegründet.
Leiterin war Ingeborg Piehl mit den Mitgliedern Otto Leitschuh, Richard Zentgraf, Brunhilde Abel, Winfried Jestädt, Monika Batzdorf und Manfred Neidert. Da zu dieser Zeit keine Räumlichkeiten zur Verfügung standen, wurden die Übungen in der Wohnung von Inge Piehl abgehalten. Diese Gruppe errang schon im ersten Jahr ihres Bestehens bei den-Zitat- Ausscheidungswettkämpfen für Laienhelferstaffeln des zivilen Bevölkerungsschutzes der Reg.-Bez. Darmstadt, Wiesbaden und Kassel –Zitat Ende- den ersten Platz.
Da der Selbstschutz aufgelöst werden sollte, schloss sich die Gruppe dann am 01.01.1971 als Ortsgruppe Eichenzell dem DRK-Fulda an.
Die ersten Gründungsmitglieder des DRK in Eichenzell waren:
Ingeborg Piehl als Gruppenleiterin
Manfred Neidert Otto Leitschuh
Ulrike Neidert Winfried Jestädt
Walter Bernhard Richard Zentgraf
Reinhold Hartung
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen
1. Vorsitzender: Bürgermeister Karl Ebert
2. Vorsitzende und Bereitschaftsleiterin Inge Piehl
Schatzmeister: Hans-Jürgen Stidronski
Bereitschaftsleiter: Walter Bernhard
Schriftführerin: Ulrike Neidert
Gerätewarte: Fritz Knüttel und Willi Otterbein
Sozialpflege: Hedwig Kramer
Die Aufgabe der neuen Ortsgruppe war - auf Grund der Ausbildung - den Strahlenschutzdienst im Kreis Fulda zu übernehmen.
Unsere erste Unterkunft befand sich im damals neuen, heute alten Feuerwehrhaus, wo jetzt die Jugendräume sind. Nach vielen Jahren der Wanderschaft durften wir seit 2000 wieder ins alte Feuerwehrhaus einziehen. Diesmal aber in die oberen Räumlichkeiten.
Am 18.04.1972 führte die Ortsgruppe selbstständig den ersten Blutspendetermin durch, und es kamen 165 Spender aus Eichenzell und aus den Ortsteilen. Manche sogar extra mit dem Bus!! Seit dem haben wir ca. 420 Blutspendetermine durchgeführt mit geschätzten 69000 Blutspendern. Seit Jahren ist Gisela Diegelmann für die Organisation der Blutspende verantwortlich.
Ende 1971 war die Gruppe auf 20 Mitglieder angewachsen und es wurden 693 Std. im ersten Jahr geleistet.
Von 1972 an gab es jährlich ein Wiesenfest neben Leitschuhs Anwesen. In 1972 entstand durch einen Gewittersturm an Zelten und Material ein Schaden von 6000,-- DM. Später wurden dann jährliche Busfahrten als Danke an die Aktiven durchgeführt.
Aus der Eichenzeller DRK-Ortsgruppe wurde am 18.01.1974 aufgrund der vielen und erfolgreichen Arbeit die selbstständige Bereitschaft des Deutschen-Roten-Kreuzes Eichenzell.
Am 04.11.1974 wurde in Eichenzell das Jugendrotkreuz gegründet. Damals begannen wir mit 4 Jugendlichen. 1. Leiter wurde Ewald Maul. Nach vielen erfolgreichen Jahren wurde auch diese Gruppe ein Opfer der Lustlosigkeit. Im Jahre 2001 wagten wir einen Neuanfang. Heute hat das JRK 40 Mitglieder und wird von Tanja Farnung und Matthias Etzel sowie von Konstantin Wagner und Fabian Wehner geleitet.
1974 begannen wir Theater zu spielen. Theater spielten wir bis Ende der 80. Jahre. Im ersten Jahr sammelten wir so 1144,51 DM um damit 42 Sorgenkinder in der Gemeinde zu unterstützen.
Im gleichen Jahr nahmen wir dann die Arbeit mit und für die Behinderten in Eichenzell auf. Seitdem finden monatliche Treffen statt und als Höhepunkt werden jährlich Freizeitwochenenden mit den Behinderten unternommen. Wir veranstalten jährlich eine Weihnachts- sowie Fastnachtsfeier. Von Beginn an leitet Walter Bernhard die Behindertenarbeit, unterstützt von Martina Stidronski und weiteren Helfern.
Wir übernahmen auch die Entsorgung des Altpapieres und der Altkleider in Eichenzell und Ortsteilen. Beim Altpapier wurden zB. in 1989 ca. 35 Tonnen gesammelt. Die LKW wurden uns unendgeldlich von einheimischen Firmen zur Verfügung gestellt.
Mit der Einführung der blauen Tonnen wurden wir der schweren Arbeit entledigt, aber auch eines großen Teils unserer Einnahmen.
Die Altkleidersammlungen führen wir bis heute durch. Hierbei hilft uns unser neuer Kollege Altkleidercontainer neben der Unterkunft.
Durch das Rote Kreuz wurde die Ausbildung in Erster Hilfe in Eichenzell sichergestellt. Hier konnte Helga Röhm im Jahr 2000 für den 250. Lehrgang geehrt werden. Sie hat über 2500 Personen in Erster Hilfe ausgebildet.
Unsere Bereitschaft nahm auch an den jährlichen Sanitäts-Wettbewerben teil und belegte jahrelang die 1. Plätze und vertrat den Kreisverband bei den Landeswettbewerben. Auch dort war die Gruppe sehr erfolgreich.
Seit 1975 betreuen unsere Sanitäter das Kanurennen auf der Fulda. Heute umfasst das Aufgabengebiet der Sanitätsgruppe die Betreuung der Heim-Spiele der 1. und 2. Mannschaft der Britannia Eichenzell, Sanitätsdienste auf Festen, bei Jubiläen von Firmen, bei sonstigen Sportveranstaltungen, bei Unfällen und anderen Notfällen. Auch unterstützen wir die Helfer-vor-Ort aktiv in der Großgemeinde.
Als Bereitschaftsleiterin waren Inge Piehl, Maria Müller, Gisela Diegelmann und Tanja Farnung tätig.
Die Funktion des Bereitschaftsleiters hatten bisher Walter Bernhard, Roland Wagner, Gerhard Dehler und Harald Leitschuh inne.
Ein weiterer Schwerpunkt unseres Wirkens ist die Sozialarbeit. Diese wurde in 1975 aufgenommen. Wir begannen mit Besuchen alter und kranker Eichenzeller Mitbewohner. Dies hat sich bis heute erhalten.
Es wurden Spielenachmittage angeboten und seit 1981 gibt es unsere Seniorengymnastikgruppe. Diese wurde von Waltraud Heisig von 1981 bis 1996 geleitet, unterstützt von Karin Donat, von 1997 bis 2008 von Elvira Mihm und jetzt von Monika Weber.
Unsere Anlaufstelle für die Bevölkerung in der Sozialarbeit ist seit vielen Jahren Gisela Diegelmann.
Unsere erste Seniorenfahrt ging damals zur Rother Kuppe, es nahmen über 50 Gäste teil. Auch jetzt werden noch 2 Fahrten jährlich durchgeführt, sowie eine Weihnachts- und Faschingsfeier für unsere Senioren organisiert. Hier hat Gudrun Stephan die Nachfolge als Verantwortliche von Helga Röhm übernommen.
Am 26.02.2005 wurde die Schnell-Einsatz-Gruppe ins Leben gerufen.
Am 13.12.1975 bekamen wir unser erstes Fahrzeug, einen ausgemusterten VW-Bus der ÜWAG. 1990 wurde uns der erste PKW von der Firma Neuland gespendet.
1993 wurde dann der neue Bus geweiht, der bis heute seinen Dienst tut. Dieser wurde damals größtenteils durch Spenden finanziert. Heute nun ersetzen wir beide Fahrzeuge und freuen uns, dass ein großer Teil der Kosten des PKW durch Spenden, verbunden mit Werbung, finanziert werden konnte.
Unser Verein wurde bisher von drei Vorsitzenden vertreten, von 1971 bis 1984 von Herrn Bürgermeister Karl Ebert, von 1984 bis 2006 durch Herrn Dr. Manfred Neidert.
Seit 2006 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:
1) Vorsitzender : Karl-Wolfgang Weber
2) Vorsitzender: Eckhard Diegelmann
Schatzmeisterin: Gisela Diegelmann
Stellv. Schatzmeister: Reinhold Hartung
Schriftführer: Klaus Müller
Stellv. Schriftführer: Gerhard Dehler
Bereitschaftsleiter: Harald Leitschuh
JRK-Leitung : Tanja Farnung und Matthias Etzel.
Zum Schluss noch ein paar Zahlen:
Wir haben mit 7 Mitliedern begonnen und seit dem schwanken unsere Mitgliederzahlen bei den Aktiven zwischen 47 und 55. Unsere ehrenamtlichen Stunden lagen im ersten Jahr bei 693, im Jahre 1989 bei 18750. Im Schnitt leisten unsere Aktiven jährlich ca. 12.000 ehrenamtliche Stunden in der Gemeinde Eichenzell, das ergibt auf die Jahre hochgerechnet ca. 480000 Stunden. Spätestens im nächsten Jahr haben wir dann die halbe Million erreicht.
Nach diesem kurzen Abriss unserer Geschichte möchte ich mich bei unseren Aktiven, bei dem Arbeitskreis, ohne den vieles nicht machbar ist und auch bei unserem Jugendrotkreuz für die bisherige ehrenamtliche und somit unendgeldliche Arbeit zum Wohle der Eichenzeller Bevölkerung ganz herzlich bedanken. Bedanken möchte ich mich auch bei den gemeindlichen Gremien, bei den örtlichen Firmen und bei allen anderen, die unsere Arbeit bisher durch Sach- und Geldspenden unterstützen und so unsere Arbeit erst möglich gemacht haben.
Ich bitte Sie, uns auch in Zukunft finanziell zu unterstützen, damit die bisher erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit hier in Eichenzell weiter geführt werden kann.
Zu den beiden neuen Fahrzeugen möchte ich noch bemerken, dass diese von uns, dem DRK-Eichenzell bezahlt wurden.
Wir haben in den letzten fünf Jahre jeden Cent zusammen gehalten, damit wir uns die Fahrzeuge leisten konnten. Der PKW wurde zum Teil durch die aufgebrachte Werbung finanziert, um unsere Vereinskasse zu entlasten. Die mobile Sanitäts-Station ist Eigentum des Landkreises und uns für unsere Sanitätsarbeit leihweise zur Verfügung gestellt worden.
Darf ich die fünf Gründungsmitglieder mal nach vorne bitten. Ihr fünf seid seit der Gründung vor 40 Jahren für uns und die Bevölkerung aktiv und schon bei der Jahreshauptversammlung und dem Jahresempfang des DRK-Fulda für Eure Arbeit geehrt worden, aber aller guten Dinge sind drei, deshalb darf ich Euch heute ein kleines schmackhaftes Dankeschön überreichen und hoffe, dass Ihr uns noch lange aktiv erhalten bleibt.
Nochmals herzlichen Glückwunsch!
Ich möchte mich von dieser Stelle aus bei allen Helferinnen und Helfern, die uns heute dieses Fest ermöglichen ganz herzlich bedanken.
14.08.2011
